Was hilft gegen Besenreiser?

 

Gegen Besenreiser wird eine Menge angeboten. Möglicherweise suchen Sie nach einer der viel beworbenen Wundermethoden, die alle gar nicht weh tun, sofort helfen und die Besenreiser auf immer zum Verschwinden bringen. Meiner Erfahrung nach entpuppen sich diese Methoden als Enttäuschung. Nach wie vor gilt die klassische Verödung mit flüssigem Verödungsmittel als Vorgehen der Wahl bei "normalen Besenreisern". Sehr kleine, "rote" Besenreiser kann man auch lasern und im Einzelfall mag auch eine Verödung mit Schaum angebracht sein, aber beides ist die Ausnahme und was die Schmerzen betrifft: Keine Methode ist wirklich schmerzfrei. Ob und wie sehr es weh tut, hängt ganz von der betroffenen Person ab. Generell gilt: Die Schmerzen sind für die meisten mehr als erträglich. Warum, das lässt sich am besten im persönlichen Gespräch erläutern. Die folgenden Erläuterungen soll Ihnen aber einen vorläufigen Einblick geben. 

 

 

Einzelner, kleiner Besenreiser

Viele, in etwa gleichgroße Besenreiser

Rotblaue und schwarz-grüne Besenreiser

 

 

Sie glauben: Verödung? Das klappt bei mir nicht!

Ich höre oft: Bisher hat bei mir nichts geholfen. Warum sollte das veröden jetzt klappen?

Wenn ich diese Frage höre und Ihre Beine sehe bzw. Sie mir erzählen, was bisher gemacht wurde, kann ich sie gern beantworten. Vorab dazu ein paar Anhaltspunkte: – Verödung von Besenreisern setzt voraus, dass man die winzigen Venen beim punktieren auch wirklich trifft, um die Verödungsflüssigkeit in die Vene spritzen zu können.

Die Reaktion des Körpers auf die erste Einspritzung der alkoholischen Lösung reicht fast nie, um das Gefäß zu verschließen. Man muss wiederholt einspritzen, an mehreren Tagen.

Der Abstand zwischen zwei Injektionen muss so gewählt werden, dass die Verödungsreaktionen sich ideal addieren – nicht zu viel und nicht zu wenig.

Ohne Kompression läuft die Reaktion nicht optimal ab. Sie brauchen tagsüber Strümpfe.

Die Reaktion des Körpers fällt immer unterschiedlich aus, man muss die Behandlung flexibel anpassen.

Ganz wichtig ist eine Abschlusskontrolle, um sicher zu gehen, dass der Körper so arbeitet, wie man ihn einschätzt. Sonst braucht er Hilfe.

 

•  Wichtig für Sie:

 

Je eher Sie mit der Behandlung anfangen, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit dem Erfolg zufrieden sein werden.

Vor der Behandlung werden wir Ihre persönlichen Chancen und Risiken besprechen.

Und bevor es losgeht, werde ich Ihnen sagen, wie oft Sie voraussichtlich kommen müssen und was es kosten wird.

 

•  Wichtig zu wissen:

 

Während der Behandlung brauchen Sie Kompressionsstrümpfe.

Während der Behandlung dürfen Sie bitte nicht in die Sauna oder ins Solarium gehen.

Während der Behandlung werden Sie "gefleckte" Beine haben, die man nicht wirklich vorzeigen kann.

 

•  Ihr Zeitaufwand:

 

Eine Behandlung besteht aus mehreren Terminen, meist 4 bis 6, die im Abstand von 2 bis 7 Tagen erfolgen sollten.

Pausen von mehr als 7 Tagen sind ungünstig.

Einmalige Behandlungen führen in der Regel nicht zu dem Erfolg, den Sie sich wünschen. Um diesen vorprogrammierten Frust zu vermeiden, lehne ich einmalige Behandlungen ab.

 

 

•  Welche Krampfadern kann man veröden?

 

Viele, aber ich veröde nur „die blauen und die grünen“, medizinisch gesehen die Besenreiser und die retikulären Varizen. Blau oder violett sind die Besenreiser in der allerobersten Hautschicht, die von der Form her an Bäume im Winter oder schwammartige Geflechte erinnern. Solche Äderchen hat man auch im Gesicht, z.B. an der Nase. Retikuläre Varizen sind dagegen mehr grünlich-blau und ziehen als Netze unter der Oberhaut entlang. Sie sind nicht geschlängelt, stören aber oft einfach wegen der Farbe.

 

•  Wann kann man Besenreiser veröden?

 

Im Prinzip kann man immer veröden. Nur müssen Sie während der Behandlung etwa 4 Wochen Kompressionsstrümpfe tragen. Wenn Sie das im Sommer tun möchten, kann man auch im Sommer veröden. Meist wird zwischen 1. Oktober und 1. Mai verödet.

 

•  Tut veröden nicht schrecklich weh?

 

Auch das höre ich oft und die Antwort ist: normalerweise nicht. Zugegeben, es piekst ein wenig, aber das war´s dann auch schon. Das Spritzen der Flüssigkeit tut normalerweise nicht weh. Eine wichtige Ausnahme sollten Sie allerdings bedenken: An Tagen, an denen Sie unter Strom stehen und vielleicht erschwerend noch Hormonumstellungen hinzukommen, kann es mehr weh tun. Diese uns allen wohlbekannte Situation lässt sich nicht immer vermeiden, darum sollten wir darüber sprechen, wenn es so weit ist. 

 

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© Dr. Ive Schaaf