Alles hat seinen Preis 

 

• Was kostet veröden und was lasern?

 

Die Kosten für´s Veröden liegen meiner Erfahrung nach in ländlichen Gebieten bei gut 50 Euro pro Sitzung, in Großstädten werden auch 150 Euro oder mehr genommen. Je nach Ausdehnung sind meist 4 bis 10 Sitzungen erforderlich, es können aber auch mehr sein. Behandlungen mit nur einer Sitzung sind meiner Erfahrung nach eher nicht sinnvoll.

 

Beim Laser ist die Schwankungsbreite der Preise noch größer. Man muss vor allem sehr genau erfragen, auf was sich der Preis bezieht. „Ein Schuss“ kann sehr preiswert klingen und dennoch bei der Abrechnung zu einer bösen Überraschung führen.

 

• Mein Tipp

 

Bei der ersten Untersuchung sollten Sie zusammen mit dem Arzt herausarbeiten, ob Handlungsbedarf besteht. Im Anschluss daran sollte der Arzt eine konkrete Empfehlung zu den Möglichkeiten geben und auch klar sagen, wie hoch die Kosten und der Zeitaufwand sind. Dabei sollten möglichst der Einzelpreis je Sitzung und der Gesamtpreis angegeben bzw. erfragt werden. Wenn dazu keine konkreten Angaben gemacht werden (können), würde mir persönlich die Grundlage für eine Einwilligung fehlen.

 

• Vorsicht

 

Während einer Verödungsbehandlung sehen die Beine schrecklich aus. Sicher nichts, um damit schwimmen zu gehen, jedenfalls ohne auf die Beine angesprochen zu werden. Erst etwa 14 Tage nach der letzten Behandlung werden die Beine dann so, wie sie sein sollten.

 

• Komplikationen

 

Ja, auch beim Veröden können Komplikationen auftreten. Und nachdem es sich um einen kosmetischen Eingriff handelt, sollte man sich besonders intensiv mit den möglichen Gefahren bzw. unerwünschten Folgen einer solchen Behandlung auseinandersetzen. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Verödung. Bezüglich der Komplikationen bei einer Laserbehandlung befragen Sie bitte Ihren Therapeuten. Und lassen Sie sich immer Zeit zwischen der Aufklärung und der Einwilligung in den Eingriff. Selbst der Gesetzgeber sieht eine Frist von mindestens 24 Stunden zwischen Einwilligung und Eingriff vor.

 

• Überschießende Verödungsreaktion

 

Jeder Mensch reagiert anders auf den Alkohol, der bei einer Verödung in die Vene gespritzt wird. Hellhäutige und rothaarige Menschen, reagieren oft heftiger, aber das ist nur ein Kriterium, das man erkennen kann. Das Ausmaß der Reaktion auf eine Verödung kann man jedenfalls nicht genau vorhersagen. Eine überschießende Verödungsreaktion bedeutet, dass es zu einer sehr starken Rötung und Entzündung kommt. Von dieser Entzündung ist dann nicht nur die Vene betroffen - was man sich wünschen würde - sondern auch das umliegende Gewebe. Diese Entzündung der Umgebung heilt eigentlich immer ab, fragt sich nur „wie und wann“. Wenn das Gewebe die Entzündung wieder zur Ruhe bringen kann, wird man später nichts mehr davon sehen, dann war es „nur“ eine Zeit lang unangenehm schmerzhaft. Es kann aber auch passieren, dass das Gewebe durch die Entzündung kaputt geht. Dann kommt es zu einer Narbe, evtl. in Verbindung mit einem kleinen Loch oder einem Flecken, der auf Dauer weiß bleibt. Um überschießende Reaktionen zu vermeiden, wählen die meisten Therapeuten zunächst eine Dosis, von der sie glauben, dass sie im sicheren Bereich ist. Möglicherweise ist dann das Verödungsergebnis nicht so ausgeprägt, wie es sein könnte. Das kann man bei der nächsten Behandlung ausgleichen. Trotz aller Vorsicht lassen sich Komplikationen nicht immer und nicht mit Sicherheit vermeiden.

 

• Wer darf nicht verödet werden?

 

Trockene Alkoholiker, denn immerhin wird ein Alkohol direkt in die Venen gespritzt. Nicht viel, nein, so wenig, dass Sie weder in Ihrer Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sind noch Ähnliches. Natürlich dürfen Sie auch Auto fahren, aber ein trockener Alkoholiker kann von diesem Winzlings-Schluck Alkohol rückfällig werden. Daher bitte in diesen Fällen keine Verödung.

Verödung führt zu einer Entzündung in der Vene und anschließend zum Gefäßverschluss. Das kann bei Menschen mit Durchblutungsstörungen problematisch sein. Ebenso bei Menschen mit Gerinnungsstörungen.

 

• Worauf ist noch zu achten?

 

Damit die Verödung gelingt, muss eine Entzündung die Vene verschließen. Diesen Prozess können Sie durch die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten empfindlich stören. Verzichten Sie also während der Verödung aus ASS, Diclofenac, Ibuprofen und ähnliche Stoffe.

 

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© Dr. Ive Schaaf